Ablauf und Umfang einer Beratung, Therapie oder eines Coachings

Jede Beratung oder Therapie ist ein individueller Prozess. Daher besprechen wir die Vorgehensweise gemeinsam und Sie selbst können die Anzahl und die Frequenz der Sitzungen festlegen. In der Systemischen Beratung ist es durchaus möglich, dass wir möglicherweise nur 3 bis 5 Sitzungen benötigen – üblich sind ca. 5 bis 10 Sitzungen. Die Anzahl hängt natürlich von Ihren persönlichen Zielen ab. Ein Einzelgespräch dauert in der Regel 60 Minuten, ein Paar- oder Familiengespräch 90 Minuten.

Sie werden merken, dass die Therapie lösungsorientiert ist und dass es keine unnötigen Sitzungen geben wird.

Diskretion Schweigepflicht

Als Heilpraktiker bin ich verpflichtet, über alles Stillschweigen zu bewahren, was Sie mir anvertrauen oder zugänglich machen, auch gegenüber Familienangehörigen. Vertrauliche Informationen können nur durch eine Entbindung von der Schweigepflicht durch meine Klienten weitergegeben werden.

Heilversprechen

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie darf ich schon aus rechtlichen Gründen keinerlei Heilversprechen abgeben. Alle Angaben über mich und meine Arbeit auf dieser Website dienen ausschließlich zur Information. Ein Heilversprechen kann hieraus nicht abgeleitet werden. Auch die Linderung und/oder Besserung eines Krankheitszustandes kann ich Ihnen weder versprechen noch zusagen.

Behandlungskosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz leider nicht. Einige Krankenkassen bieten Zusatzversicherungen an, in denen diese Leistungen enthalten sind. Bitte fordern Sie vor Beginn der Therapie die Informationen Ihrer Privatversicherung zur Kostenübernahme für Psychotherapie an.

Als privat Krankenversicherte/r tragen Sie die Behandlungskosten in voller Höhe, unabhängig von einer eventuell zu erwartenden Erstattung Ihrer privaten Krankenkasse und immer unabhängig von einer abweichenden Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit oder differierenden Erstattung durch Beihilfestellen oder private Krankenkassen.

Die Kosten für Paartherapien, Coaching, Supervision und Selbsterfahrungen werden von Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen.

Ihre Vorteile als Selbstzahler in einer Privatpraxis

  • Sie haben eine größere Auswahl bei der Suche nach Therapeuten/Beratern (nicht nur Psychotherapeuten, sondern Traumatherapeuten, Familientherapeuten, Körperpsychotherapeuten).
  • Sie bevorzugen eine individuelle, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Therapie und können zwischen vielen psychotherapeutischen Methoden/Techniken frei wählen.
  • Sie können die Dauer der Therapie und die Häufigkeit der Sitzungen selbst bestimmen.
  • Sie finden eher einen Therapeuten in Ihrer Nähe.
  • Sie haben meist eine kürzere Wartezeit auf ein Erstgespräch und müssen nicht monatelang auf einen Therapieplatz warten.
  • Sie müssen keine mehrwöchige Unterbrechung einer gerade begonnenen Therapie bis zu einer Bewilligung der Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse befürchten.
  • Gesetzliche Krankenversicherungen zahlen nur bei sogenannten „Störungen mit Krankheitswert“. Bei Selbstzahlern dagegen gibt es keine Bedingungen bezüglich Ihres Anliegens und es muss auch kein Bericht verfasst werden, in dem steht, wie „krank“ Sie sind.
  • Sie genießen absolute Vertraulichkeit gegenüber Ihrer Krankenkasse, Institutionen und Dritten. Ihr Name kommt in keine Krankenkassenakte. Damit umgehen Sie eine Selbstauskunft über eine Psychotherapie bei Abschluss von Versicherungen, die eine Gesundheitsprüfung voraussetzen (wie z. B. eine private Krankenversicherung, Krankentagegeldversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung). Eine Psychotherapie im Fragezeitraum kann einen Abschluss verhindern oder zu deutlichen Mehrzahlungen führen. Das Umgehen einer Selbstauskunft über eine Psychotherapie kann auch bei der Bewerbung in bestimmten Berufen wichtig sein. Für die Kostenübernahme einer kassenfinanzierten Psychotherapie muss eine psychologische Störung mit Krankheitswert diagnostiziert werden. Dies ist beispielsweise für den späteren Abschluss einer Lebensversicherung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder für eine Verbeamtung (z. B. Lehramt) relevant, denn es werden z. Zt. Angaben über Behandlungen der letzten 2 bis 5 Jahre abgefragt. Zudem wird Ihnen ein hoher bürokratischer Aufwand bzw. Unterbrechungen zu Beginn und während der Therapie durch langwierige Antragsverfahren erspart.
  • Sie erhalten bei mir auch eine Therapie oder Beratung, falls Sie sich als Kassenpatient in der zweijährigen Sperrfrist durch eine abgebrochene oder beendete Psychotherapie befinden.

Heilpraktiker-Rechnungen sind steuerlich absetzbar

Sie können die Honorare, die Sie für psychotherapeutische Behandlungen gezahlt haben, als sogenannte Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das Finanzgericht Münster hat entschieden (Az: 3 K 2845/02 E), dass psychotherapeutische Behandlungskosten auch dann als „außergewöhnliche Belastungen“ (§ 13 Abs. 3 SGB V) anzuerkennen sind, wenn sie nicht von Vertragstherapeuten der Gesetzlichen Krankenkassen, sondern von Privattherapeuten oder Privatkliniken in Rechnung gestellt werden. Für die Abziehbarkeit der Kosten kommt es nach Meinung der Münsteraner Richter nicht darauf an, ob die Krankenkassen eine Kostenbeteiligung übernehmen oder nicht, sondern einzig darauf, dass es sich um eine gezielte, medizinisch indizierte Behandlung zum Zwecke der Heilung oder der Linderung einer akuten Erkrankung handelt.

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